Part Time: All My Love And All Your Love

Kein Plan, wer hinter dem Druffalo Hit Squad nun genau steckt. Finn Johannsen, Dixon, die Jungs von Âme wohl irgendwie auch. Stilsichere Typen halt. In ihrem Blog (“The daily magazine for excess culture”) haben sie vor einigen Tagen ihre liebsten Songs, Alben, Bands und Konzerte von 2011 ernannt. Bei den Songs ganz oben fand sich Part Time mit “All My Love And All Your Love” wieder, der bisher komplett an mir vorbeigegangen ist. Dabei kam da doch im letzten Jahr u. a. ein Album auf Mexican Summer, wo auch schon Oneohtrix Point Never veröffentlicht hat. Auch Part Time alias Davida Loca bedient sich mächtig in den 80ern und passt doch bestens in den Chillwave-Hype der letzten Monate, ach was, Jahre.

Wenn mir jetzt noch jemand sagen könnte, wo es den Song auch zu kaufen gibt, dann wäre ich sehr glücklich. So ein perfekter letzter Track, wenn einen die Sonne schon blendet und die letzten verstrahlten Gestalten den Weg nach Hause suchen, während das Personal schon genervt mit Besen und Schaufel die Hufen scharrt. Nur einer noch, heißt es dann, vielleicht der hier.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 22.01.12 / Kommentar hinzufügen
Mathew

David Lieske alias Carsten Jost, Mitbegründer von Dial, hat seit einigen Wochen eine eigene Galerie in Berlin, Mathew. Ich selbst war leider noch nicht dort, der Text, den Lieske vor einigen Tagen allerdings bei Facebook dazu gepostet hat, lässt mich einen Besuch zumindest fest vornehmen.

“I don’t have any special opinions or convictions, don’t belong to a political group or movement but I disagree with many things. I would always define myself as a leftie and I have a libidinous relationship with the language of the left. Especially with the one of the militant left. I believe that activists can develop an authentically negative approach to society rather than cultural producers, because the work of the latter functions as a mediator between the inside and the outside of a society.”

Mathew. Scharperstrasse 12. 10789 Berlin. Love.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 22.01.12 / 1 Kommentar
Not Another Transworld Video

Neben 411 waren die Videos von Transworld früher wohl mein liebstes regelmäßiges Futter in Sachen Skateboard-Videofootage. Unter anderem deshalb. Irgendwann war ich dann allerdings raus, nicht mehr geskatet und auch nicht mehr geguckt. Fast ein bisschen überrascht war ich, als ich vor einigen Tagen über “Not Another Transworld Video” aus dem Jahr 2011 gestoßen bin. Im Interview mit dem Skateboard Monster Magazine (ha, gibt es also auch noch, gut zu wissen) erklärt Filmer Chris Ray u.a. wie es zum Titel des Videos gekommen ist:

“Der Name kam auf, als wir einen Trip nach Portland, Oregon unternahmen. Sean Malto war als Gast dabei und er twitterte, dass er mit den Transworld Jungs unterwegs ist und wir uns fragen würden, wie wir das neue Video nennen sollen. Irgendwer hat dann getweetet: „Oh no, not another Transworld Video“ und wir mussten einfach lachen. Wir fanden es lustig und auch den Jungs die im Video sind hat es gefallen. Im Endeffekt machen wir uns also einfach ein bisschen über uns selbst lustig, weil alle immer sagen die Videos wären ständig das gleiche und man weiß was man zu erwarten hat, deswegen der Titel. Irgendwie hat er uns dann aber auch geholfen diesmal alles ein bisschen anders zu machen und aus gewohnten Denkmustern auszubrechen.”

Den zitierten Ausbruch aus den gewohnten Denkmustern kann ich im Video zwar nicht wirklich entdecken, dafür ist aber speziell der Part von Wes Kremer ab Minute 23:20 ein ziemlicher Hammer. Skateboardhalle beim Cassiopeia, nächste Woche Donnerstag bist du wieder fällig.

Blauer Pfeil
Kategorie: Flimmerkiste / 22.01.12 / Kommentar hinzufügen
Wilco: Jesus, Etc.

Nur der hier noch, dann ist Schluss. Von einem der besten Alben überhaupt, einer der besten Songs aus der Feder von Jeff Tweedy und Co.

“You were right about the stars, each one is a setting sun”

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 20.01.12 / Kommentar hinzufügen
Fatal Wound vs. Poison Oak

Wo wir gerade dabei sind: Ist schon mal jemandem die Ähnlichkeit zwischen “Fatal Wound” (1992) von Uncle Tupelo und “Poison Oak” (2005) von Bright Eyes aufgefallen? Herr Oberst bedient sich wohl ohnehin gerne in der Musikgeschichte, ist auch völlig egal, aber nicht dass es hinterher heißt, keiner habe etwas gesagt. Noch immer zwei dieser Songs, die einem auf der Stelle weiche Knie bereiten.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 20.01.12 / Kommentar hinzufügen
Kathleen Edwards: Sidecars

Wenn mal wieder alle (inklusive mir) über das neueste Glitchstep Projekt irgendeines 17-jährigen Produzenten aus London oder wahlweise auch eine der vielen Bassmusic Whitelabel aus Berlin reden, dann ist es eigentlich total uncool mit so etwas wie Americana anzukommen. Ame-was? Wiki meint:

“Americana is an amalgam of roots musics formed by the confluence of the shared and varied traditions that make up the American musical ethos; specifically those sounds that are merged from folk, country, blues, rhythm and blues, rock and roll and other external influential styles such as bluegrass. Americana is popularly referred to, especially in print, as alternative country, alt-country or sometimes alt.country.”

Wir erinnern uns: Aimee Man, Lucinda Williams, Wilco, Uncle Tupelo und irgendwie auch Lambchop oder Neko Case. Ein weiterer Name, der immer wieder fällt ist Kathleen Edwards, deren erstes Album “Failer” von 2003 ich wirklich mochte und viel gehört habe, ich dann aber viel zu schnell aus den Augen und Ohren verloren habe. Was sich vor einigen Wochen mit “Sidecar”, Edwards erster Single ihres neuen Albums “Voyageur”, aber zum Glück wieder änderte. Natürlich ist das Pop und Radio und überhaupt sowas von Mainstream, wahrscheinlich läuft das auf manchen Radios in den USA rauf und runter – doch ich wäre froh, wenn es bei “uns” genauso wäre. In den Jahresendlisten von The Line Of Best Fit schrieb Richard Thane:

“One for the lovers… or indeed, anyone with a penchant for glorious melodies smeared like butter over a power-pop backing. That’ll be anyone with a pulse, then. Forget its middle-of-the-road leanings and just enjoy it for what it is: Americana at its absolute finest. Guaranteed to stay floating around in the caverns of your brain for days on end.”

Bei The Line Of Best Fit gibt es übrigens auch eine tolle Live-Version von “Sidecar” zu sehen. Hach, im Frühling werde ich wieder mehr von diesem Kram hören, ob es nun American heißt oder nicht, jawoll.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 20.01.12 / Kommentar hinzufügen
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