Last Century Man

Leider hatte ich das Down By The River Festival in der Bar25 am vergangenen Samstag so gar nicht auf dem Schirm. Da war ich allerdings trotzdem, nur eben viel zu spät, und so bekam ich auch nur noch die letzten Konzerte des Abends mit. Eines davon bestritten die Symphaten von Noël aus Berlin, eine Art loses Bandgefüge rund um den Sänger und Gitarristen Noël Rademacher. Nach dem nur knapp 30 Minuten langem Auftritt musste ich sofort herausfinden, wie diese Band heißt und ganz besonders was das für ein Song mit dem “Last Century Man” im Refrain war. Nämlich genau dieser hier:

Vielleicht eben auch weil es so unerwartet war, war das eines der tollsten Konzerte der letzten Zeit. Und auch wenn die Leute immer so viel über diesen Ort meckern möchten, es war perfekt. Das Licht, die Leute und eben diese ziemlich einzigartige Atmosphäre dort – down by the river.

Blauer Pfeil
Kategorie: Konzerte / 27.07.10 / Kommentar hinzufügen
King Midas Sound

Facebook hat hier gerade eine ganz besonders schöne Perle an Land gespült. Die Rede ist vom Fact Mix 103 von King Midas Sound, der zwar schon einige Tage auf dem Buckel hat, bei diesem Wetter aber wieder bestens passt. Kind Midas Sound, das sind Kevin ‘The Bug’ Martin, Roger Robinson und Hitomi aus London. Unter anderem gibt es Tracks von Rhythm & Sound, Burial, The Dynamics, My Bloody Valentine und selbstverständlich auch King Midas Sound selbst auf die Ohren. Ein wunderbar sommerlicher Mix zwischen Reggae, Dub, House, Pop – ach, einfach allem:

Die komplette Tracklist gibt es unter obigem Link, den Download nach dem Klick auf den Pfeil im Stream. Also runterladen, auf den mp3-Player damit und raus an den See, in den Park oder irgendwo sonst einfach ein schattiges Plätzchen gesucht. Sommer!

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 09.07.10 / Kommentar hinzufügen
Rewind mit Finn Johannsen

Der gemeine Musiknerd begnügt sich ja nicht nur mit dem Hören von Musik, sondern muss auch ständig darüber reden. Finn Johannsen, seines Zeichens selbst leidenschaftlicher Musikaufleger, -sammler und -journalist, befragte zahlreiche Menschen dieser Sorte zu ihren liebsten, prägendsten oder einfach am häufigsten gehörten Alben und Singles. Unter anderem plaudert Running Back Gründer Gerd Janson über Bobby Konders & Massive Sounds, Heiko Hoffmann erinnert sich an seine ersten Tage als glühender Depeche Mode Verehrer und Peter Kruder philosophiert über den musikalischen Einfluß von Pink Floyd. Ganz besonders gefallen haben mir natürlich Tobias Rapps Betrachtungen zu “Andromeda Heights” von Prefab Sprout, da es auch für mich eines der schönsten Alben aller Zeiten ist. Tolle Kolumne, allerdings wahrscheinlich nur Musikvernarrten im Endstadium ernsthaft zu empfehlen. Mehr davon gibt es hier.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 09.07.10 / Kommentar hinzufügen
Chazzman am Strand

Verdammt, ich sollte meine Kategorie Fundstücke überdenken und eventuell mal ein paar sinnvolle Unterkategorien bilden. Sonst landet da am Ende noch wirklich alles drin. Bis es soweit ist, hier erstmal ein weiteres Fundstück der Sorte “sommerlicher Arschwackel-Mix”, freundlich präsentiert von Schusch alias Chazzman. Dieser wurde als eine Hälfte von Willi & Schusch an dieser Stelle bereits vorgestellt und spielte vor wenigen Wochen am Strand22 in Jena – nun gibt es den kompletten Mitschnitt.

Von entspanntem HipHop über flirrendem Jazz bis hin zu stilsicherem Deephouse und astreinem Hit-Abfahrten ist hier alles dabei, was zum perfekten Sommersoundtrack dazugehört. Wenn sich Cottam, Soundstream, Shed, Oskar Offermann, Moodymann und viele weitere Helden die Hand reichen kann einfach nix mehr schiefgehen. In der einen Hand ein Caipi, mit der anderen leichthändig gemixt und wunderbar zusammengebracht, was zusammen gehört. Runterladen (411 MB, geteilt in vier mp3-Dateien), auf den iPod packen und Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 03.07.10 / Kommentar hinzufügen
Schoene Freiheit

Na Mensch, du schon 10 Jahre alt. Mir ist, als wäre es gestern gewesen. (…)

Zehn Jahre ist eine lange, im Rückblick aber mit Sicherheit doch erschreckend schnell vorbeirauschende Zeit. Als die Schöne Freiheit im Jahr 2000 startete war ich zwar kein Quark im Schaufenster mehr, allerdings noch tief in der brandenburgischen Pampa zwischen Ballermanntechno und Handtaschenhouse gefangen. 2007 dann der Umzug nach Jena, und somit auch meine erste Schöne Freiheit. Marvellous und Mbeck spielten, ich kann mich sogar noch an einzelne Tracks, vor allem aber an mein ununterbrochen breites Grinsen an diesem Abend erinnern.

Es gibt Leute, die jetzt schon wieder alten Tagen hinterhertrauern. Früher, als nicht nur der Vierteltakt die Tanzfläche regierte, noch vielmehr abseits von House und Techno über den musikalischen Tellerrand hinausgeschaut wurde und ohnehin das Publikum viel offener war. Das alles kann ich nicht beurteilen, fest steht aber, dass sich die Schöne Freiheit in Jena etabliert hat – ganz im Gegensatz zu ihren Anfangstagen. Es bleibt also anderen eine Einschätzung dazu überlassen, ob im Laufe der Jahre ein bisschen Freiheit verloren ging. Tatsache ist aber, dass es in Jena keine bessere, in so schöner Regelmäßigkeit stattfindende Partyreihe gibt. Ohne zu hoch greifen zu wollen: Vielleicht sogar weit darüber hinaus. Aber das ist dann wohl eine persönliche Geschichte, die vor allem eng mit den vielen tollen Leuten, Erinnerungen und Momenten bei der Schönen Freiheit verbunden ist.

Worauf ich eigentlich hinauswollte: Zum zehnjährigen Jubiläum spendiert uns Oliver Goldt einen schönen Mix. Den gibt auf der Webseite zu hören, welche bald mal ein kleines Update spendiert bekommt … ich arbeite dran.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 30.06.10 / 1 Kommentar
Altered Zones

Von gefühlten neunzig Prozent aller Musik aus dem nicht elektronischen Bereich erfahre ich mittlerweile über eine Seite: Pitchfork. Die von Ryan Schreiber im Jahr 1995 zunächst unter dem Namen Turntable gestartete und ein Jahr später umbenannte Seite steht seit über 14 Jahren für stil- und geschmacksichere Reviews, Features, Interviews und alles was das Nerdherz sonst noch begehrt. Seit einigen Jahren gibt es sogar das Pitchfork Music Festival und jedes Jahr aufs Neue staunt man neidvoll angesichts des vielseitigen und spannenden Programms, welches in ähnlicher Form hierzulande maximal ein oder zwei Festivals bieten. Keine Frage, Pitchfork ist mittlerweile eine geschmacksbildende Institution. Wer als Band oder Solokünstler eine Bewertung aus den Randbereichen der von 0 bis 10 reichenden Skala erhält, kann sich einer nicht zu unterschätzenden Aufmerksamkeit sicher sein.

Jetzt baut Pitchfork aus. Wie heute auf der Webseite zu lesen ist, geht ab dem 7. Juli mit der Schwesterseite Altered Zones ein vielversprechendes Projekt an den Start. Hier wollen sich die Macher vor allem auf “leftfield pop, experimental, and home-recorded sounds” konzentrieren. Interessant ist dabei, dass Pitchfork dafür eine Vielzahl von etablierten Bloggern mit ins Boot holte und diese im wechselnden Rhythmus ihre liebsten Tracks und Alben vorstellen werden. Zum Start geht es gleich mal mit einem Feature zu den besten, aber am wenigsten beachtetsten Alben, mp3s und Kassetten-Veröffentlichungen des Jahres los. Wow. Man bräuchte einfach viel mehr Zeit um Musik zu hören, wer soll da noch hinterherkommen?

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 30.06.10 / Kommentar hinzufügen
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