Was so alles im Juli 2006 geschrieben wurde:
RadioEins Sommernachtskonzerte

Wie schon im letzten Jahr, werden auch 2006 wieder den kompletten August über die Sommernachtskonzerte auf RadioEins zu hören sein. Im Zeitraum vom 1. bis zum 21. August werden jeden Abend, jeweils ab 23:00 Uhr, Live-Konzerte von teils tollen Bands und Solokünstlern gesendet. Bei dem breiten Spektrum an Stilen sollte für jeden Etwas dabei sein, vielleicht sogar das ein oder andere Konzert, das man besuchen wollte, aber nie konnte. Endlich mal wieder ein triftiger Grund das heimische Radio anzuschalten, ist ja für viele schon fast eine Seltenheit geworden. Für die modernen Leute unter uns: Den Internet-Livestream gibt es ja auch noch.

RadioEins

Der beste Radiosender Berlin und Brandenburgs (Frequenzliste) ließ sich natürlich nicht lumpen und stellte ein amtliches Programm zusammen. Zu meinen Favoriten zählen mit Sicherheit Bands wie The Delays, The Wrens, Architecture In Helsinki, CYHSY, Belle & Sebastian, Jenny Lewis with The Watson Twins oder auch Josh Ritter. Gespannt sein darf man aber auch auf mögliche positive Überraschungen wie zum Beispiel Senor Coconut, Howe Gelb, Jason Collett und Tilly and the Wall. Was ich mit dem ganzen Namedropping eigentlich sagen will: Da geht so einiges – Einschalten!

Blauer Pfeil
Kategorie: Konzerte / 30.07.06 / Kommentar hinzufügen
Popnews: Neu und empfehlenswert

Den Anfang machen heute die Drive-By Truckers, welche bisher vollkommen an mir vorbeigegangen sind. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich das jetzt ändern, denn “A world of hurt”, das letzte Stück aus ihrem aktuellen Album “A blessing and a curse” verspricht so einiges. Das klingt nach der guten Sorte Country-Rock die man schätzt, wenn man Bands wie Wilco oder Uncle Tupelo kennt. (Album: A blessing and a curse / VÖ: 24. März 2006)

Ray LaMontagne, der Teufelskerl mit dem Soul in der Stimme, covert mit “Crazy” den Sommerhit 2006. Auch wenn das Stück nicht darauf zu finden sein wird, gibt er somit schonmal einen Vorgeschmack auf sein neues Album “Till the sun turns black”. Und damit lässt sich dann ideal die Durststrecke bis zum neuen Damien Rice Album verkürzen, mindestens. (Album: Till the sun turns black / VÖ: 29. August 2006)

Montt Mardié kommt aus Stockholm und ist ein Teil der Posse rund um das Label Labrador und Bands wie den Acid House Kings oder auch Lasse Lindh. Wem jetzt noch kein Licht aufgeht, was für ein Sound ihn hier erwartet: Nostalgische Pop-Hymnen treffen auf sommerliche Leichtigkeit mit dem nötigen Schuss Melancholie. Da geht einiges in Schweden! (EP: Science / VÖ: 17. Mai 2006)

Aus einem ganz anderen Genre kommen eigentlich die drei Herren von Who Made Who aus Dänemark. Bekannt geworden sind sie für ihren Discorock-Sound und bewiesen schon mehr als einmal, dass sie auch exzellente Live-Musiker sind. Mit ihrer neuesten Veröffentlichung reihen sie sich allerdings nahtlos in diese Ausgabe der “Popnews” ein. Die Tracks ihres ersten Albums wurden in ruhige Akustiksongs umgesetzt und das Resultat trägt den Namen “Green Versions”. Vom Disco-Sound zur Lagerfeuermucke, auch nicht schlecht. (Album: Green Versions / VÖ: 16. Juni 2006)

Blauer Pfeil
Kategorie: Popnews / 26.07.06 / 1 Kommentar
Hundstage

Es ist warm und fast allerorts sieht man tagsüber die Schweißperlen von den Stirnen rinnen. Das sind sie also diese Hundstage, die heißeste Zeit des Sommers. Heute gibt es passend dazu ein MP3-File von Matthew Dear zum Download. Sein Track “Dog Days” klickert und klackert lässig vor sich hin und sollte selbst die müdesten Beine noch ein wenig zum Wippen bringen. Allmusic nennt es “Micro-Pop-House”. Na dann, anhören!

Der Download stammt übrigens vom Pitchfork-Festival-Sampler 2006, zusammengestellt vom Onlinemagazin Pitchfork. Die veranstalten dieses Jahr mal wieder ein Festival mit einem Line-Up, das sich gewaschen hat: Aesop Rock, Danielson, The National, Tapes ‘n Tapes, Destroyer, Yo La Tengo und viele mehr. Aber natürlich findet das alles im weit entfernten Chicago statt. Na, immerhin gibt es etliche Downloads beim oben stehen Link, trösten wir uns einfach damit.

Blauer Pfeil
Kategorie: Popnews / 24.07.06 / 1 Kommentar
Vorschau: The Science of Sleep

Ich bin ja nun wahrlich kein Filmfreak oder regelmäßiger Kinogänger, für viele Streifen kann ich mich einfach nicht begeistern. Kann auch daran liegen, dass ich mich zu wenig auskenne und immer die falschen Filme schaue. Aber es gibt auch Glücksgriffe, zuletzt waren es “Walk the Line” und “Sommer vorm Balkon“. Die liegen schon eine Weile zurück, aber scheint so als kommt bald ein neuer, wunderbarer Film in unsere Kinos: “The Science of Sleep” von Michel Gondry.

Regisseur und Drehbuchautor Gondry war bis vor kurzem vor allem für seine tollen Musikvideos bekannt. Die Liste der Bands für die er kunstvolle Kurzfilme drehte ist lang: The White Stripes, Daft Punk, Foo Fighters, Chemical Brothers, Radiohead, Beck, Björk und viele mehr. Bereits 2005 erhielt er einen Oscar für das beste Drehbuch (“Vergiss mein nicht!“) und Gondry scheinen die Ideen einfach nicht auszugehen. “The Science of Sleep” ist sein dritter Spielfilm und der Trailer macht einen gespannt auf den 28. September, denn dann soll der Film auch in den deutschen Kinos starten.

Doch worum geht es überhaupt? Stéphane (Gael García Bernal, unter anderem bekannt aus “Die Reisen des jungen Che“) hat eine zwiespältige Beziehung zur Realität, er bindet seine Träume in seinen Alltag ein und das alles scheint sich im Leben des jungen Mannes zu überschneiden. Er baut sich Zeitmaschinen und flüchtet täglich in seine Traumwelten. Eines Tages entwickelt er zu seiner neuen Nachbarin Stephanie (Charlotte Gainsbourg) weit mehr als eine freundschaftliche Beziehung, sie beide teilen die Begeisterung für das Aufblühen der Fantasie im oft so grauen Alltag. Stéphane hat sich kaum noch unter Kontrolle, es scheint ihm immer weniger möglich seine Träume und das echte Leben zu unterscheiden und um die Liebe von Stepahnie zu gewinnen, muss er erst sich selber wieder unter Kontrolle bekommen. Stéphane muss schnellstens handeln, damit ihm am Ende nicht beide Welten entgleiten …

Bleibt nur zu hoffen, dass sich Michel Gondry in all den tollen Ideen und Bilderwelten nicht verzettelt und der finale Kinospaß dann auf der Strecke bleibt. Die Zutaten klingen gut und es scheint so, als könnte “The Science of Sleep” einer der Filme des Jahres werden. Nicht zuletzt der tolle Soundtrack (The Strokes, Death Cab for Cutie, …) wird den Film interessant machen und das gewisse Etwas verleihen, schließlich bewieß Gondry durch seine Videoproduktionen schon des öfteren einen überaus guten Geschmack. Freuen wir uns auf September!

Blauer Pfeil
Kategorie: Flimmerkiste / 08.07.06 / 3 Kommentare