Ich bin ja nun wahrlich kein Filmfreak oder regelmäßiger Kinogänger, für viele Streifen kann ich mich einfach nicht begeistern. Kann auch daran liegen, dass ich mich zu wenig auskenne und immer die falschen Filme schaue. Aber es gibt auch Glücksgriffe, zuletzt waren es “Walk the Line” und “Sommer vorm Balkon“. Die liegen schon eine Weile zurück, aber scheint so als kommt bald ein neuer, wunderbarer Film in unsere Kinos: “The Science of Sleep” von Michel Gondry.
Regisseur und Drehbuchautor Gondry war bis vor kurzem vor allem für seine tollen Musikvideos bekannt. Die Liste der Bands für die er kunstvolle Kurzfilme drehte ist lang: The White Stripes, Daft Punk, Foo Fighters, Chemical Brothers, Radiohead, Beck, Björk und viele mehr. Bereits 2005 erhielt er einen Oscar für das beste Drehbuch (“Vergiss mein nicht!“) und Gondry scheinen die Ideen einfach nicht auszugehen. “The Science of Sleep” ist sein dritter Spielfilm und der Trailer macht einen gespannt auf den 28. September, denn dann soll der Film auch in den deutschen Kinos starten.
Doch worum geht es überhaupt? Stéphane (Gael García Bernal, unter anderem bekannt aus “Die Reisen des jungen Che“) hat eine zwiespältige Beziehung zur Realität, er bindet seine Träume in seinen Alltag ein und das alles scheint sich im Leben des jungen Mannes zu überschneiden. Er baut sich Zeitmaschinen und flüchtet täglich in seine Traumwelten. Eines Tages entwickelt er zu seiner neuen Nachbarin Stephanie (Charlotte Gainsbourg) weit mehr als eine freundschaftliche Beziehung, sie beide teilen die Begeisterung für das Aufblühen der Fantasie im oft so grauen Alltag. Stéphane hat sich kaum noch unter Kontrolle, es scheint ihm immer weniger möglich seine Träume und das echte Leben zu unterscheiden und um die Liebe von Stepahnie zu gewinnen, muss er erst sich selber wieder unter Kontrolle bekommen. Stéphane muss schnellstens handeln, damit ihm am Ende nicht beide Welten entgleiten …
Bleibt nur zu hoffen, dass sich Michel Gondry in all den tollen Ideen und Bilderwelten nicht verzettelt und der finale Kinospaß dann auf der Strecke bleibt. Die Zutaten klingen gut und es scheint so, als könnte “The Science of Sleep” einer der Filme des Jahres werden. Nicht zuletzt der tolle Soundtrack (The Strokes, Death Cab for Cutie, …) wird den Film interessant machen und das gewisse Etwas verleihen, schließlich bewieß Gondry durch seine Videoproduktionen schon des öfteren einen überaus guten Geschmack. Freuen wir uns auf September!