Was so alles im April 2008 geschrieben wurde:
GLS United

Vergesst Advanced Chemistry, Mongo Clique und die gesamte Kolchose, denn hier kommt die einzig wahre deutsche HipHop-Crew: Unter dem Namen GLS United droppten Thomas Gottschalk, Frank Laufenberg und Manfred Sexauer bereits 1980 die dopesten Rhymes und legten mit “Rapper’s Deutsch” (Download) wahrscheinlich den ersten und zugleich auch illsten deutschen Rapsong ever vor. Da geht so einiges!

Als Vorlage diente natürlich wie unschwer zu erkennen ist Rapper’s Delight von der Sugarhill Gang. Fett wie die drei heutigen Altherren schon damals ihre Lines spitteten und sich in Sachen Style und Flow vor Protagonisten des heutigen Rapbusiness wohl kaum zu verstecken brauchen. Derbes Namedropping im Part von Thomas G Gottschalk, fette Props dafür. Don’t miss their awesome live perfomance, aight!

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 21.04.08 / 9 Kommentare
Da geht was in der Schweiz

Guter House und Techno kommt schon seit langem nicht mehr zwingend nur aus Detroit. Der Sound der Motown dient zwar immer noch als eindeutige Inspirationsquelle deren Einfluß sich schwer leugnen lässt, allerdings hat man sich beispielsweise in der Schweiz inzwischen seine ganz eigene Definition von House erarbeitet. Ein Glück, denn sie klingt fantastisch.

House, House and more fucking House

Zu einem meiner absoluten Lieblingslabels mauserte sich in den vergangenen Monaten die Drumpoet Community aus Zürich. Geschafft haben sie das mit fantastischen Tracks von Soultourist, Quarion, Sascha Dive oder zuletzt Kawabata. Vor allem aber mit einer Art von House wie ich sie liebe, welche keine Angst vor Einflüßen aus Soul- und Jazzmusik hat und auch gerne mal dubbig um die Ecke kommt.

Einzig und allein um die Musik und viel weniger um die Gesichter dahinter geht es beim Label Slowhouse Recordings, ebenfalls aus der Schweiz und bisher nur zwei Releases am Start. Dafür allerdings zwei wahre Perlen, keine Fläche zuviel, kein Chord daneben und kein Sample verschwendet, alles sitzt.

Für noch mehr Euphorieschübe sorgen die Mountain People, welche zwar auch als Aushängeschild des neuen Schweizer Housesounds anzusehen sind, dabei allerdings wesentlich reduzierter als die beiden bisher genannten Labels klingen. Fast schon minimal und ohne große Melodie packt einen der Groove dieser Tracks und denjenigen der dazu noch stillsteht, möchte ich erstmal sehen.

Zum Abschluss dieser kleinen musikalischen Rundfahrt durch die Schweiz noch ein fantastischer Mix von Tali Günter aka Eli Verveine aus Zürich. Dieser beginnt, in Form eines wunderschönen Rhythm & Sound Tracks, mit alter Berliner Dubtechno-Schule und schiebt sich dann langsam und unaufgeregt weiter in Richtung Detroit, etwa zu Omar-S oder zum Schluß sogar zu Plastikman, dem Alter Ego von Richie Hawtin.

Eli Verveine

Tracklist:

01 \\ rhythm and sound – destiny outward
02 \\ dean decosta – precoursor
03 \\ son.sine – upekah
04 \\ localfields – pico
05 \\ arne weinberg – spectral disease
06 \\ vector lovers – futures in plastic (claro intelecto rmx)
07 \\ omar s. – detroit
08 \\ claro itelecto – (…)
09 \\ donnacha costello – melan
10 \\ omar s. – detroit
11 \\ maus – find a way
12 \\ plastikman – artifakts

Download: Hier klicken (MP3/92 MB)

Nicht Hupen, Fahrer träumt von Omar-S …

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 12.04.08 / Kommentar hinzufügen