Was so alles im Juni 2010 geschrieben wurde:
Schoene Freiheit

Na Mensch, du schon 10 Jahre alt. Mir ist, als wäre es gestern gewesen. (…)

Zehn Jahre ist eine lange, im Rückblick aber mit Sicherheit doch erschreckend schnell vorbeirauschende Zeit. Als die Schöne Freiheit im Jahr 2000 startete war ich zwar kein Quark im Schaufenster mehr, allerdings noch tief in der brandenburgischen Pampa zwischen Ballermanntechno und Handtaschenhouse gefangen. 2007 dann der Umzug nach Jena, und somit auch meine erste Schöne Freiheit. Marvellous und Mbeck spielten, ich kann mich sogar noch an einzelne Tracks, vor allem aber an mein ununterbrochen breites Grinsen an diesem Abend erinnern.

Es gibt Leute, die jetzt schon wieder alten Tagen hinterhertrauern. Früher, als nicht nur der Vierteltakt die Tanzfläche regierte, noch vielmehr abseits von House und Techno über den musikalischen Tellerrand hinausgeschaut wurde und ohnehin das Publikum viel offener war. Das alles kann ich nicht beurteilen, fest steht aber, dass sich die Schöne Freiheit in Jena etabliert hat – ganz im Gegensatz zu ihren Anfangstagen. Es bleibt also anderen eine Einschätzung dazu überlassen, ob im Laufe der Jahre ein bisschen Freiheit verloren ging. Tatsache ist aber, dass es in Jena keine bessere, in so schöner Regelmäßigkeit stattfindende Partyreihe gibt. Ohne zu hoch greifen zu wollen: Vielleicht sogar weit darüber hinaus. Aber das ist dann wohl eine persönliche Geschichte, die vor allem eng mit den vielen tollen Leuten, Erinnerungen und Momenten bei der Schönen Freiheit verbunden ist.

Worauf ich eigentlich hinauswollte: Zum zehnjährigen Jubiläum spendiert uns Oliver Goldt einen schönen Mix. Den gibt auf der Webseite zu hören, welche bald mal ein kleines Update spendiert bekommt … ich arbeite dran.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 30.06.10 / 1 Kommentar
Altered Zones

Von gefühlten neunzig Prozent aller Musik aus dem nicht elektronischen Bereich erfahre ich mittlerweile über eine Seite: Pitchfork. Die von Ryan Schreiber im Jahr 1995 zunächst unter dem Namen Turntable gestartete und ein Jahr später umbenannte Seite steht seit über 14 Jahren für stil- und geschmacksichere Reviews, Features, Interviews und alles was das Nerdherz sonst noch begehrt. Seit einigen Jahren gibt es sogar das Pitchfork Music Festival und jedes Jahr aufs Neue staunt man neidvoll angesichts des vielseitigen und spannenden Programms, welches in ähnlicher Form hierzulande maximal ein oder zwei Festivals bieten. Keine Frage, Pitchfork ist mittlerweile eine geschmacksbildende Institution. Wer als Band oder Solokünstler eine Bewertung aus den Randbereichen der von 0 bis 10 reichenden Skala erhält, kann sich einer nicht zu unterschätzenden Aufmerksamkeit sicher sein.

Jetzt baut Pitchfork aus. Wie heute auf der Webseite zu lesen ist, geht ab dem 7. Juli mit der Schwesterseite Altered Zones ein vielversprechendes Projekt an den Start. Hier wollen sich die Macher vor allem auf “leftfield pop, experimental, and home-recorded sounds” konzentrieren. Interessant ist dabei, dass Pitchfork dafür eine Vielzahl von etablierten Bloggern mit ins Boot holte und diese im wechselnden Rhythmus ihre liebsten Tracks und Alben vorstellen werden. Zum Start geht es gleich mal mit einem Feature zu den besten, aber am wenigsten beachtetsten Alben, mp3s und Kassetten-Veröffentlichungen des Jahres los. Wow. Man bräuchte einfach viel mehr Zeit um Musik zu hören, wer soll da noch hinterherkommen?

Blauer Pfeil
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Der Sommer ihres Lebens

“Wir sprechen kein Wort, radeln zurück zur Hochsprungmatte, glücklich wie Schatzräuber. Am Abend essen wir jeder zwei Pizzen im Sportlerheim, bestellen fünf Spezi und füttern den Flipper zwei Stunden lang. Wir bezahlen mit einem der Hundertmarkscheine. Der Wirt nimmt das Geld, ohne es komisch anzusehen. Unser Sommer beginnt.”

Philipp Mattheis, 31, stieg vor 16 Jahren mit zwei Freunden in ein leer stehendes Haus. Dort fanden sie eine Menge Gerümpel und viel, viel Geld. Die tolle Geschichte eines einmaligen Sommers, die mich bestens unterhalten hat. Zu lesen auf der Webseite des SZ-Magazins.

PS: Die Geschichte geht auf Seite zwei und drei noch weiter, wer es also überhaupt bis zum Ende der ersten Seite schafft – da passiert noch mehr.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 03.06.10 / Kommentar hinzufügen
I hate hate

Lange nichts passiert hier, doch das wird sich bald ändern. Ja, das ist als Androhung zu verstehen. Bis dahin gibt es meinen Song des Tages samt sacklangweiligem YouTube-Video mit abgefilmter, sich drehender Schallplatte. Aber der Song, ganz groß! Bitte laut aufdrehen, Razzy & The Neighborhood Kids – I Hate Hate:

Gefunden bei den Leuten von RadioLoveLove (dass ich glühender Fan bin, dürfte mittlerweile jeder mitbekommen haben), die mittlerweile auch tolle “I hate hate”-Shirts am Start haben. Für 27 Euro in drei Farben. Ich bin noch am Überlegen, habe mich aber eigentlich längst entschieden. Because I hate hate.

Blauer Pfeil
Kategorie: Fundstücke / 02.06.10 / 2 Kommentare